Pädagogische Konzeption zum Ganztagsangebot der Grundschule Beucha für das Schuljahr 2019/2020

Teil A

I. Ausgangssituation/Sozialraumanalyse

Die Grundschule Beucha befindet sich im gleichnamigen Ortsteil der Stadt Brandis.

Sie ist eine Schule im Grünen am nahe gelegenen Albrechtshainer See. Schon von Weitem sieht man den fröhlichen bunten Farbanstrich unserer Schule.

Umfangreiche Grünflächen, eine Ökowiese, ein Sportplatz, die Turnhalle und der Schulgarten mit einem kleinen Biotop gehören dazu.

Es gibt einen großen Schulhof, neue Spiel- und Klettergeräte, einen Sandkasten sowie ein Klassenzimmer im Grünen. Rundherum also ideale Bedingungen für eine sinnvolle Pausen- aber auch Unterrichtsnutzung.

Die Grundschule Beucha ist eine zweizügige Schule mit acht Klassen. Bei uns lernen 140 Schüler, die aus Beucha, Waldsteinberg, Kleinsteinberg oder Wolfshain kommen. Unsere Schule ist 64 Jahre alt. Im Gebäude befinden sich auf zwei Ebenen acht Klassenzimmer. In der unteren Etage lernen die 1. Klassen. Daneben befinden sich noch fünf Horträume, das Hortleiterinnenzimmer, ein Werkraum, das Sekretariat, das Schulleiterzimmer, ein Musikraum und sanitäre Anlagen.

In der oberen Etage lernen die Kinder der zweiten bis vierten Klassen. Neben den sechs Klassenräumen befinden sich dort der Computerraum, das Lehrerzimmer, ein Medienkabinett sowie weitere sanitäre Anlagen. Zur rechten und linken Seite unserer Flure liegen zwei große Pausenhallen.

Im Erdgeschoss findet man den Speiseraum, eine Schullehrküche, das Sportlehrerzimmer, Geräteräume, die Turnhalle und Umkleideräume mit Duschräumen.

Die Turnhalle wird von Schule, Hort, benachbarter Kindertagesstätte und den Sportvereinen gemeinsam genutzt.

Unsere Schule hat ein Stammpersonal von 11 Lehrerinnen, 1 Lehramtsanwärterin, einer Schulsachbearbeiterin und einem Hausmeister. Der sich im Schulgebäude befindliche Hort arbeitet mit einer Leiterin und sieben Erziehern. Träger dieser Einrichtung ist die Volkssolidarität. Für die Hausaufgabenzeit werden Klassen- und Hortzimmer gemeinsam genutzt. Zwei Klassenräume werden am Nachmittag zusätzlich vom Hort genutzt.

Die Grundschule Beucha ist eine Schule mit ganztägigem Angebot in teilweise gebundener Form.

Das Projektthema lautet: „Gemeinsam mit allen Sinnen lernen.“

Die Tage, an denen die Angebote stattfinden, sind Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag. Der Mittwoch wird freigehalten für die Angebote des Hortes. Diese beziehen sich auf die Gebiete Sport, Kreativität, Kochen und Backen sowie Naturprojekte.

Es erfolgt eine lückenlose Betreuung von 06:00 Uhr bis 17:00 Uhr.

II. Bezug zum Schulprogramm

Entsprechend unseres Schulprogrammes haben wir unser Schulleitbild „Aktiv sein – gemeinsam lernen – zusammen wachsen“ entwickelt und dazu ein Wandbild gestaltet.

Das Ganztagsangebot erweitert unsere Möglichkeiten, unser Schulprogramm noch erfolgreicher umzusetzen. Unser Ziel ist es, bei unseren Schülerinnen und Schülern solide Grundlagen für selbstständiges Denken, Lernen, Arbeiten und Handeln zu schaffen.

Die Kinder gestalten einen gemeinsamen Lern- und Lebensraum, in dem sie ihren individuellen Fähigkeiten entsprechend wachsen (durch Fördern und Fordern) und sich entwickeln können.

Dabei soll die Umsetzung einer inklusiven Bildung als gemeinsame Aufgabe von allen an Schule beteiligten Interessenvertretern betrachtet werden.

Ein weiterer wichtiger Punkt in unserem Schulprogramm ist die Entwicklung und Stärkung eines gesunden Selbstbewusstseins der Schüler. Kinder brauchen vor allem Wertschätzung,um erfolgreich lernen zu können. Dazu leistet gerade unser Ganztagsangebot einen erheblichen Beitrag.

Dem wollen wir uns als Schule gemeinsam mit dem Hort und dem Förderverein stellen.

Die Verflechtung von Unterricht und Hort sowie die erlebnis- und handlungsorientierte Erarbeitung von Lerninhalten unter Beachtung der Leistungskurve eines Grundschulkindes ist ein wichtiges Ziel. Deshalb ist der Hort für uns als Schule ein besonders wichtiger Kooperationspartner.

III. GTA-Profil / Schwerpunktsetzung

a) Sicherstellung der organisatorischen Rahmenbedingungen

Über den vormittäglichen Unterricht hinaus wird an mindestens drei Tagen in der Woche ein ganztägiges Angebot für Schülerinnen und Schüler bereitgestellt, das täglich mindestens sieben Zeitstunden umfasst.

An allen Tagen des Ganztagsbetriebs wird den Schülerinnen und Schülern ein Mittagessen bereitgestellt.

Die nachmittäglichen Angebote werden unter der Aufsicht und Verantwortung der Schulleitung organisiert und stehen in einem konzeptionellen Zusammenhang mit dem vormittäglichem Unterricht.

Schule und Hort arbeiten im Rahmen einer gemeinsamen Kooperationsvereinbarung eng zusammen.

b) Organisationsform und Teilnahmemodalitäten

An mindestens drei Tagen erfolgt ein Ganztagsangebot über mindestens sieben Zeitstunden (einschließlich Unterricht).

Es existiert ein GTA-Wochenplan. An allen Tagen wird ein warmes Mittagessen angeboten. Dafür gibt es einen geeigneten Speiseraum mit angenehmer Atmosphäre.

Die Ganztagsinhalte sind im Schuljahresablaufplan integriert. Eltern und Schüler sind über die stattfindenden GTA informiert. Die Teilnahme an einem AG-Angebot gilt für mindestens ein halbes Schuljahr.

Das Projektthema lautet: „Gemeinsam mit allen Sinnen lernen“.

Die Tage, an denen die Angebote stattfinden, sind Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag. Der Mittwoch wird freigehalten für die Angebote des Hortes. Diese beziehen sich auf die Gebiete Sport, Kreativität, Kochen und Backen sowie Naturprojekte.

Es erfolgt eine lückenlose Betreuung von 06:00 Uhr bis 17:00 Uhr.

c) Tagesstruktur und Rhythmisierung

06:00 Uhr bis 07:30 Uhr                    Frühhortbetreuung

07:30 Uhr bis 07:45 Uhr                    Vorbereitungsphase auf den Unterricht

07:45 Uhr bis 08:30 Uhr                    1. Unterrichtsstunde

08:30 Uhr bis 08:45 Uhr                    gemeinsames Frühstück

08:45 Uhr bis 09:30 Uhr                    2. Unterrichtsstunde

09:30 Uhr bis 09:50 Uhr                    1. Hofpause (Erholungsphase)

09:50 Uhr bis 10:35 Uhr                    3. Unterrichtsstunde

10:45 Uhr bis 11:30 Uhr                    4. Unterrichtsstunde

11:30 Uhr bis 12:00 Uhr                    Einnahme des Mittagessens für Klassen 3 und 4 / 2. Hofpause

12:00 Uhr oder 12:45 Uhr                  Mittagessen Klassen 1 / 2

12:00 Uhr bis 12:45 Uhr                    5. Unterrichtsstunde

12:55 Uhr bis 13.40 Uhr                    6. Unterrichtsstunde

13:40 Uhr bis 14:00 Uhr                    Freizeit (Erholungsphase)

14:00 Uhr bis 14:45 Uhr                    Hausaufgabenanfertigung

14:45 Uhr bis 15:00 Uhr                    Pause mit Vesper (Erholungsphase)

15:00 Uhr bis 15:45 Uhr                    Arbeitsgemeinschaften oder Angebote des Hortes

15:45 Uhr bis 17:00 Uhr                    Freizeit (Erholungsphase)

Die Frühhortbetreuung beginnt ab 06:00 Uhr.

Ab 07:30 Uhr begeben sich die Kinder in ihre Klassenräume und bereiten sich dort auf den Unterricht vor. 07:45 Uhr beginnt der Schultag.

Der erste Unterrichtsblock wird an einem Wochentag jeweils für einen klassenübergreifenden Anfangsunterricht in Klasse 1 und 2 genutzt oder für den Werkstattunterricht bzw. das Lernen an Stationen in Klasse 3 und 4. Unterstützt wird dieser Lernblock auch durch Fachlehrer und Horterzieher.

Im Wechsel von Anspannung und Entspannung wechseln sich ein gemeinsames Frühstück und die erste Hofpause ab. Für die Pausengestaltung sind Spielmöglichkeiten auf dem Schulhof, in den Klassenzimmern und Pausenhallen geschaffen worden.

Diese lassen Raum für eine fantasievolle Erholungsphasengestaltung. Die gemeinsame Einnahme von Mahlzeiten fördert die Sozial- und Esskultur.

Nach der ersten und zweiten Hofpause wird der Unterricht im 45 Minutentakt fortgesetzt.

Eine weitere Entspannungszeit zwischen Unterrichtsschluss und Hausaufgabenanfertigung schafft Möglichkeiten für individuelle Beschäftigung. Die Hausaufgabenzeit findet von 14:00 Uhr bis 14:45 Uhr statt und wird vom Hort übernommen.

Danach beginnen 15:00 Uhr verschiedene Ganztagsangebote. Diese umfassen unterrichtsergänzende leistungsdifferenzierte Lernangebote und auch freizeitpädagogische Angebote.

Sie werden schülerorientiert und bedarfsgerecht gestaltet. Der Späthort betreut die Kinder bis 17:00 Uhr.

d) GTA-Schwerpunkte und Spezifik

– Die individuellen Fähigkeiten und Ressourcen eines jeden Kindes sind zu entdecken und in die schulische Arbeit mit einzubeziehen.

– Individuelle Förderung von Schülerinnen und Schülern im Anfangsunterricht.

– Die Schülerinnen und Schüler sollen die Schule bewusst als „ihre Schule“ betrachten, mitgestalten und positiv verändern.

– Intensivierung des „Lernen Lernens“ und des Lernens mit allen Sinnen sowie der Kompetenzentwicklung.

– Förderung des sozialen Miteinanders und der Öffnung der Schule nach außen.

– Förderung eines inklusiven Schulklimas.

 

Zurzeit lernen 7 Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf und 8 Kinder mit einem Migrationshintergrund an unserer Schule.

Als Teilleistungsstörungen treten LRS und Dyskalkulie auf. In den Klassen 1 bis 4 gibt es zahlreiche Kinder mit besonderen mathematischen, sprachlichen, musischen, künstlerischen oder sportlichen Begabungen.

In den vergangenen Jahren haben wir an zahlreichen Wettbewerben teilgenommen. Besondere Höhepunkte an unserer Schule sind der „Tag der offenen Tür“, der Stundenlauf, das Begrüßungsfest für die neuen Erstklässler, das Weihnachtscafé, ein Sommerfest zum Abschluss des Schuljahres sowie die abwechslungsreichen Aufführungen unserer Arbeitsgemeinschaft „Musiktheater“.

Alle diese Höhepunkte finden in Zusammenarbeit von Förderverein, Elternrat, Schule, Hort und den Sportvereinen statt.

e) Regelung zur Zusammenarbeit mit dem Hort

Durch die Kooperationsvereinbarung wird ein Arbeitsbündnis zwischen dem Hort und der Grundschule für den Zeitraum eines Schuljahres geschlossen. Beide Kooperationspartner bieten im Rahmen der Ganztagskonzeption ihre Unterstützung und aktive Zusammenarbeit zur Begleitung und Förderung aller Grundschulkinder an.

Die Kooperationsvereinbarung wird jährlich aktualisiert. Grundschule und Hort stellen ein ganztägiges Bildungsangebot dar. Die notwendige Kooperation wird durch eine dialogische Grundhaltung und die Partizipation von Kindern und Eltern gestaltet.

In Abstimmung mit dem Hort legt die Grundschule Ganztagsangebote zur individuellen Förderung fest.

Die gemeinsam erarbeitete Kooperationsvereinbarung von Schule und Hort wird regelmäßig an die aktuellen Gegebenheiten vor Ort angepasst.

 

Teil B

I. Festlegung von mindestens zwei GTA-Entwicklungsbereichen

 – Gestaltung der Zeitstruktur

– Kooperation mit außerschulischen Partnern

II. Ziele und Maßnahmen

Ziele Maßnahmen
Elemente der bewegten Pause (Sport und

Spiel) werden in das Pausenkonzept inte-

griert. Möglichkeiten gibt es im Freien als

auch im Schulgebäude.

Rückzugsorte für Ruhe und Entspannung schaffen.

Anschaffung von ausreichend Spiel- und Bewegungsmaterial für drin und draußen.

Öffnung der Pausenhallen für Hofpausen

bei Regenwetter. Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten für Schüler transparent machen.

Zeitraum: September bis Dezember

Verantwortliche: SL, SSL, KL

Anhand der Bedarfsanalyse werden neue

außerschulische außerschulische Partner

ausgewählt und für das GTA gewonnen.

Zentrale außerschulische Partner werden

In die Schulkonferenz eingeladen.

Gezielte Suche und Ansprache neuer AG-

Leiter und Partner. Inhalte und Ziel werden

schriftlich festgehalten.

Zeitraum: bis Mai 2020

Verantwortliche: SL, SSL, FV